Oliver Holy

von

Holger Petermann

Qualität als Indikator für Klassiker

Foto: Elias Hassos für ClassiCon

Seit über 30 Jahren steht neben Holys Bett der gleiche Wecker der Marke BRAUN, der immer noch funktioniert. Dieser Wecker ist für ihn ein Sinnbild für einen zeitlosen Klassiker, denn diesen Produkten liegt eine außergewöhnliche Qualität zu Grunde: Dabei ist es egal, ob am Material, Design oder Inhalt gemessen. Dieses Prinzip lässt sich auf Mode übertragen, auf Möbel, Design im Allgemeinen aber auch auf Literatur und Film. Beispielsweise sieht Oliver immer noch gern den James Bond Film „Der Spion, der mich liebte“ aus dem Jahr 1977. Er liebt den Film nicht nur wegen der spannenden Geschichte: Auch der Lotus, das Bond-Auto, ist für ihn nach wie vor ein Highlight.

Was macht einen zeitlosen Klassiker aus?

Im Möbelbereich dauert es eine gewisse Zeit, bis ein Möbelstück zu einem Klassiker wird. Jedes Stück, das nach einem Zyklus von 10 Jahren noch auf dem Markt ist, hat das Potenzial dazu, in die Richtung eines Klassikers zu gehen. Ist das Design auch 20 Jahre später noch relevant, hat man etwas geschaffen, was eine Generation überdauert hat. Und vieles was über eine Generation hinaus anhält und auch von der nachfolgenden Generation akzeptiert wird, ist für Holy der Beginn eines zeitlosen Klassikers.

Bauchgefühl und Intuition für einen Klassiker

Inspiration für seinen Job findet Oliver auf Reisen, durch die Kunst, Mode, Design und Unterhaltungen mit den richtigen Menschen. Dabei hat er gelernt, auf sein Bauchgefühl zu hören. Es verleiht ihm stets die richtige Intuition, für das, was er tagtäglich tut.

Modern, nicht modisch

Gutes Design hat für ihn nichts mit Trends zu tun. Gutes Design ist niemals modisch, sondern modern. Daher können Firmen, die Klassiker schaffen wollen, niemals modisch sein. Innovation – ob in der Mode oder bei Möbeln – ist für ihn zeitlos.

Foto: Henning Bock für ClassiCon

Die Wirkung von Farben

Keine Farbe hat mehr Nuancen als Schwarz. Schwarz lässt sich nicht nur universell kombinieren, sondern vergrößert auch Räume. Oliver liebt fröhliche und frische Farben wie Gelb, bei Kleidung trägt er am liebsten Blau. Sehr gern mag er ein tiefes Nachtblau, das fast Schwarz erscheint und nur im Licht als Blau erkennbar ist – diese Farbe ist für ihn zeitlos und modern zugleich. Bei Hemden trägt er zudem bevorzugt helle Blautöne in verschiedenen Nuancen.

Das schwarze T-Shirt

Seit den 80ern besitzt Oliver Holy sein erstes schwarzes T-Shirt. Das stückgefärbte Shirt hat ihm sein Vater von einer Reise nach Japan mitgebracht. Seitdem hat er es bestimmt über 2.000 Mal getragen – doch die Farbe ist immer noch tiefschwarz wie am ersten Tag. Auch an diesem alltäglichen Beispiel sieht man deutlich, dass eine hohe Qualität die Grundlage für einen Klassiker ist.